Interview mit Michaela Haasz


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Frage: Wie sind Sie dazu gekommen, den Menschen ganzheitlich zu betrachten?

Michaela Haasz: Eine isolierte Betrachtung der Teilbereiche führt zu einer eingeengten Wahrnehmung unserer Wirklichkeit. Einzelwahrnehmungen können nie ein Gesamtbild liefern.
Mein Ziel ist es, andere einschätzen und ihre Bedürfnisse besser verstehen zu können. Für Wünsche, Visionen und Gefühle meiner Klienten offen zu sein und deren Lebensqualität im direkten Zusammenhang mit dem Umfeld zu einem neuen Gefühl zu steigern.

F: Wozu braucht man einen Lebensraumberater?

M.H.: Als Vermittler zu „Wohnen mit allen sechs Sinnen!“ – Alles, was uns Menschen umgibt, steht mit uns im Dialog. Wir bauen zu unserem Umfeld eine Beziehung auf. Farben, Materialien, Formen, Stile kommunizieren mit uns, ohne das sie ein Wort sagen. Empfänglich für diese Reize sind unsere Sinnesorgane: die Haut, die Nase, der Mund, die Augen und die Ohren.
Der sechste Sinn warnt uns im Voraus, wenn unser Verhalten ein negatives Ergebnis zu produzieren droht. Damit gibt er uns die Chance, vorsichtiger zu handeln und Fehler zu vermeiden. Er schlägt bei Gefahren Alarm, die gar nicht bis ins Bewusstsein vordringen.
Wohnen bedeutet Sicherheit und Entspannung finden. Wenn der Lebensraum diese Ansprüche nicht erfüllt, ist das Alarmsystem des Körpers ständig in Bereitschaft, also angespannt!

F: Was kann ein Lebensraumberater besser, als zum Beispiel ein Einrichtungsberater?

M.H.: Der Einrichtungsberater „richtet ein“. Der Lebensraum als Einheit verlangt aber eine ganzheitliche Betrachtung bei der Beratung. Daher ist ein Lebensraumberater der Türöffner zur optimierten Gestaltung des Umfeldes! Der Lebensraumberater fügt dem Ganzen noch das oben besprochene „Balancing“ hinzu.

F: Wann ist eine Lebensraumberatung erfolgreich?

M.H.: Lebensraumberatung ist dann erfolgreich, wenn ganzheitliches Wohlbefinden im Raum die reine Ästhetik dominiert.

F: Stichwort "Wohlbefinden". Sie bieten auch Aroma-Anwendungen an. Sind diese wirkungsvoll oder nur Esoterik?

M.H.: Die Basis der Aromatherapie liegt Jahrtausende zurück. Wäre Aromatherapie wirkungslos, würde man heute nicht mehr darüber reden. Es ist eine verfeinerte Heilkunst bei der ätherische Öle eingesetzt werden. Diese werden aus verschiedenen Teilen von Pflanzen gewonnen und sollen die Gesundheit des Körpers und die Ausgeglichenheit des Geistes fördern. 
Ätherische Essenzen haben gegenüber den pharmazeutischen Mitteln den Vorteil, dass sie mit dem Körper und nicht gegen ihn arbeiten. Sie haben weniger die Tendenz, Symptome zu unterdrücken, ohne die Ursache zu beheben. Auch tragen sie nicht immer neue Gifte in den Körper, mit denen dieser genauso fertig werden muss, wie mit der Krankheit selbst.
Die Massage ist eine uralte Therapieform. Die Verwendung eines ätherischen Öls steigert den Wert der Massage. Die Essenzen durchdringen die Haut, und der Duft ruft einen gewissen psychischen Effekt hervor.
Der Rücken kann als Zugang zum ganzen Menschen gesehen werden, zu Körper, Geist und Seele. Die Hauptnerven des Körpers liegen sehr dicht unter der Hautoberfläche und sind leicht zu erreichen. Diese Nerven verzweigen sich an beiden Seiten der Wirbelsäule und versorgen alle inneren Organe.
Untersuchungen haben gezeigt, dass Berührungen wie Streicheln oder Massagen den Hormonhaushalt positiv beeinflussen und zu großem Wohlbefinden beitragen.
In Kombination mit ätherischen Essenzen wie bei der Raindrop Energetik oder mit Johanniskrautöl bei der Bandscheiben-Vitalisierung können Rückenprobleme effektiv gelindert werden und garantieren wohltuende Entspannung. Bei diesen Aroma-Anwendungen werden nicht nur der Geruchsinn (duftende Öle) und der Tastsinn (Streichungen), sondern auch der Gesichtsinn (angenehme Umgebung) und auch der Gehörsinn (sanfte Musik) angesprochen.

F: Lebensraumberatung, Aromatherapie. - Wie passt da eigentlich Ihre Tätigkeit als Legasthenietrainer und Lerncoach dazu?

M.H.: Im Normalfall lernen Kinder in geschlossenen Räumen. Daher ist die Gestaltung von Indoor-Räumlichkeiten das Kriterium für Lernleistung. Räumliche Balance und aromabedingte Unterstützung öffnen die Sinne und schaffen Lernfreude.

F: Was kann ein Legasthenie-/Dyskalkulie-Training? Ist das eine Art Nachhilfe?

M.H.: Kinder und Jugendliche werden durch genetischen Stress und dem gesellschaftlichen Druck heute immer häufiger mit Teilleistungsschwächen konfrontiert, wie z.B. Raumorientierung, Körperschema, differente Sinneswahrnehmungen im akustischen oder optischen Bereichen, usw.. Professionelles Training kann in genau diesen Fällen eine Lösung bieten. Nachhilfe behebt inhaltliche Schwächen – Legasthenie-/Dyskalkulie-Training behebt strukturelle Schwächen! Individuelle Beratung ist die Basis für Erfolg!

Herzlichen Dank für das Gespräch!